Schneefahrt
 

Schneefahrt der 4. Klasse

Der Schneefall lässt schon seit Tagen nicht nach, so dass mit ansteigenden Schneemassen auch unsere Vorfreude auf die Schneefahrt mit viel Schnee steigt.

Am Morgen treffen wir uns im 4.-Klasszimmer, bepackt mit Schlafsack, warmer Kleidung, Gamaschen, Schneeschaufeln, Schlitten und diversen Kleinigkeiten, um bei einem gemein-samen morgendlichen Beginn noch einmal in gewohnter Atmosphäre die letzten Dinge zu besprechen. Dann geht’s zum Bus und mit diesem in Richtung Tölzer Berge. Nach fast zwei Stunden Fahrt ist es endlich so weit: Voll Spannung warten die Schüler darauf, dass sich die Bustür am Wanderparkplatz öffnet, um dann mit Armen und Beinen schneedurstig im Weiß zu versinken.

Mit der Schneeschaufel am Rucksack und dem Schlitten in der Hand machen sich die schneebegeisterten Abenteurer an eine ca. zweistündige Wanderung auf dem Forstweg zur Otto-Clemens-Hütte. Aufgrund der vielen reizenden Schneewälle und -berge am Wegesrand wird eine lange Pause eingelegt, in der ausgiebig die bezaubernde Natur genossen und erkundet werden kann. Es werden gleich die ersten Schneegänge und -höhlen gebaut und es wird getestet, wie weit man beim Hoch- bzw. Tiefsprung im Schnee versinkt. Dann wandern wir weiter.

Bald schon sieht man oberhalb eines schönen, großen Schneereliefs, das aus verschneiten Steinen, Büschen und Bäumen besteht, ein meterhoch mit Schnee bedecktes Dach. Unter diesem wird die müde und teilweise hungrige Gruppe für die nächsten zwei Tage ein Zuhause finden. Ein kleines Wasser plätschert Tag und Nacht am schneeüberdachten Brunnen zwischen Holzhütte und Toilettenhäuschen.

Kurz darauf ist es nicht mehr zu übersehen, dass die Hütte voll bewohnt ist. Das Essen wird bereitet und die nasse Schneekleidung füllt den Platz über und neben dem Holzofen aus. Die Gitarre wird ausgepackt, Lieder erklingen aus der Hütte und die Musik wird durch den andauernden Schneefall und über das weiße Land in die Ferne getragen.

Die nächsten Tage sind ausgefüllt von einem Orientierungslauf im Schneetreiben, Schlittenfahren, Planerutschen am Steilhang, Iglubauen, Tiefschneespringen und verschiedenen Spielen in der Hütte. Am Abend werden Lieder gesungen und die „Edda“ wird erzählt, bis die winterliche Stille auch in den schneeversunkenen vier Wänden einkehrt. Ab und zu hört man im Dunkeln ein leises Rascheln oder Flüstern und ein schlaftrunkener Hüttenbewohner macht sich wieder unauffällig auf den Weg zum kleinen, verschneiten Toilettenhäuschen.

Arm an Essensvorräten und reich an Erlebnissen machen sich die jungen Abenteurer am dritten Tag wieder auf den Heimweg, um mit neuen Erfahrungen und erfüllt von einer ganz besonderen, ruhigen, ja sogar ehrfürchtig-geheimnisvollen Stimmung wieder in den Alltag zurückzukehren.

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