Projekttage der 2. Klasse

Projekttage der 2. Klasse: Die Natur als Klassenzimmer oder Lernen in der Natur

Das sommerlich warme Herbstwetter lockte die zweite Klasse der Freien Schule Glonntal aus ihrem Klassenzimmer hinaus ins Freie, um in und von der Natur eine Woche lang zu lernen.

Die Kinder genossen es, mit ihrem Lesebuch auf großen Steinen an der Glonn zu sitzen, dem plätschernden Wasser zu lauschen und ihre Lektüre zu lesen. Manche Kinder lasen den Text ihren Mitschülern vor, die aufmerksam lauschten. Die meisten aber waren in ihr Buch vertieft. Die arbeitssame Stimmung wurde jäh unterbrochen, als ein Buch ins Wasser fiel und wegzuschwimmen drohte. Es gab viel Spaß und Freude, als die Klassenlehrerin es gegen den Willen der Wasserströmung herausfischen konnte.

Auch der zweite Tag in der Natur war sehr erlebnisreich und wunderschön. Nach der täglichen Begrüßung mit dem Morgenspruch und dem Morgenlied ging es wieder hinaus in die frische Luft. Der Weg führte uns zuerst in den Schulgarten, wo wir zwischen den Blumen- und Gemüsebeeten frühstückten und fröhlich über Pflanzen und Insekten plauderten, die rings um uns herum zu beobachten waren.

Unsere Lerneinheit erlebten wir unter Kastanienbäumen, die uns mit ihren herabgefallenen Früchten in ihre Nähe lockten. Nach dem nächtlichen Regen und dem Wind lagen hunderte von Kastanien im Gras. Mit viel Fröhlichkeit und Tatendrang sammelten die Kinder die Früchte und legten sie auf den Boden in Form von Hundertertabellen. Dabei mussten Sie immer wieder nachzählen und aufpassen, dass sie sich nicht in den Reihen vertaten. Jedes Kind hatte ein Erfolgserlebnis und half dabei auch den Mitschülern, die nicht ganz so schnell waren. So schulten wir das Rechnen und die soziale Kompetenz.

Auf dem Rückweg warteten in unserem Schulgarten frisch geerntete Kürbisse auf uns. Der Gartenbaulehrer hatte sie uns zur freien Verfügung überlassen. Was lag näher als der Wunsch, davon eine leckere Suppe zu kochen. Was wir am nächsten Morgen in der Lehrerküche in die Tat umsetzen wollten. 

So kehrten wir tatsächlich mit über tausend Kastanien und acht kleineren Kürbissen reich beladen in den Klassenraum zurück.

Der nächste Projekttag stand ganz im Zeichen der Kürbisse und nicht nur unter dem Motto "Lernen in der Natur", sondern auch unter "Lernen von der Natur". Mit Begeisterung wurden die Kürbisse von den Kindern gewaschen, zerstückelt und von den Kürbiskernen befreit. Die letzte Aktion war eine sehr glitschige Angelegenheit, aber in Gemeinschaftsarbeit und mit freiwilligem Mut war nichts unmachbar - auch nicht das Zerschneiden sehr harter Kürbisscheiben mit stumpfen Messern.

Ähnlich wie bei Aschenputtel wurden die guten Kerne aus der glitschigen Masse heraus gepickt und zum Trocknen gelegt. Der Glitsch kam auf den Kompost. Das goldgelbe Fruchtfleisch gelangte in der Zwischenzeit in zwei große Töpfe und bekam die notwendigen Gewürze und eine kleine Menge Wasser hinzu, bevor es auf den Herd gestellt wurde.

Der Schulgong erklang auch dieses Mal ungelegen, denn alle Kinder hätten gerne noch stundenlang weiter gekocht und dabei lebhaft Gespräche geführt, aber das Kochen übernahm dann sehr gerne ihre Klassenlehrerin am Nachmittag - immer ein Auge darauf, dass nichts anbrannte.

Als die Kinder hinaus strömten, war die Lehrer-Küche blitzsauber und es roch lecker nach Kürbissen und später nach duftender Kürbissuppe, von der die Lehrer natürlich gerne probieren durften. Es gab ein großes Lob. Dann kam die Suppe in den Kühlschrank für den nächsten Tag, den Erntedanktag.

Der Kürbis-Erntedank bereicherte unseren letzten Tag außerhalb des Klassenzimmers. Mit Liedern und Sprüchlein leiteten wir das gemeinsame Kürbissuppenessen ein, das in der Schulmensa stattfinden durfte.

Der Duft der heißen Suppe zog den Kindern in die Nase und fast alle konnten die selbstgemachte Kürbissuppe kaum erwarten und verlangten sogar Nachschlag. Die wenigen "Kostverächter" mussten wenigsten probieren, was sie auch brav taten. Ich muss sagen, es schmeckte wirklich äußerst lecker. Glücklicherweise gab es in der Mensa eine Spülmaschine und die netten Damen hinter der Theke nahmen uns die Arbeit ab.

Gut gesättigt und frohen Mutes zogen die Kinder nach einer lehrreichen und mal ganz anderen Schulwoche ins Wochenende - erfüllt von den Erlebnissen in der Natur, verbunden mit dem Schulalltag.

Wir freuen uns schon auf das nächste Projekt.

Gabriela Kirchhoff
Klassenlehrerin

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