Offener Brief an die Schulgemeinschaft der Freien Schule Glonntal

Teil 5: Rückblick auf 12 Schuljahre unserer Kinder. Verfasst von Birgit Schaldecker, mit dem Versuch Persönliches und doch auch Überpersönliches zusammen zu bringen. Im Juli 2019.

Was können alte, erfahrende Eltern den neuen, jungen Eltern an der Freien Schule mitgeben?
Der Mehrwert der Schule kommt besonders dann zum Tragen, wenn man sich einlassen und ganz in die Sache stellen kann. Und das ist übrigens keine Zeitfrage. Besonders wenn Ängste, Sorgen, Vorbehalte aufkommen, dann wird es besonders wichtig, nah dran zu sein.

Es hat sich gezeigt, dass die Kinder, die zu Hause kein Dilemma erleben, in der Schule besser ankommen und bei sich ankommen können. Sich immer hinter die Schule zu stellen, die Lösungen mit der Schule, mit den betroffenen Menschen zusammen zu suchen und nicht die eigene Wahrheit zum Urteil zu machen, hat sich als Erfolgskonzept bewährt.

Die Chancen der eigenen Entwicklung wahrzunehmen. Die 12 Jahre sind schnell vorbei und dann öffnen sich diese Türen für eine künstlerische, gesangliche, tänzerische, anthroposophische, natur- und erlebnispädagogische Horizonterweiterung nicht mehr so leicht.

Es ist wichtig der Schule und der Pädagogik auch dann zu vertrauen, wenn es manchmal komisch erscheint. Medienferne, Computer und Handyabstinenz, Erlebnispädagogik als richtige, wichtige und einzige Alternative machen wirklich mehr Sinn, als die Kinder schon früh als Computerspezialist einzusetzen. Das Schulkonzept zu erfassen und auch gegebenenfalls einzufordern, wenn es der eine oder andere Lehrer nicht so umsetzen kann ist wichtig und berechtigt. Es gibt immer Wege und Möglichkeiten, die sich dann zeigen, wenn daran gearbeitet wird.

Die Kunst und erlebten Prozesse sind die wirkungsvollen Elemente dieser Schule. Auch hier ist das Vertrauen in die Einsicht und in den Fokus der Schule die einzige Alternative. Es ist wichtig die Kinder nie in ein Dilemma zu bringen z.B. Du musst nicht tanzen, segeln, malen, bildhauen, wenn Du nicht willst, das brauchst Du nie wieder. Am besten kann alles wirken, wenn sie einfach mitmachen!

Die jeweiligen Eltern, der neuen Klassen tragen die Schule Generation für Generation weiter. Wir geben das Staffelholz weiter und tragen die Mitarbeit und Unterstützung der Schule mehr und mehr auf der mentalen Ebene weiter. In Gedanken und im Herzen sind wir immer Eltern dieser Schule und bleiben zutiefst verbunden.

DANKE für das Übernehmen des Staffelholzes!

Vielen Dank Frau Schaldecker für diese sehr bewegenden Ausführungen

Hartmut Lüling und Petra Michalke