Impressionen von unserer Johanni Wanderung und Feier im Leitzachtal

Der Johannistag ist im Jahr genau gegenüber dem 24. Dezember auf das Christi Geburtsfest gelegt. Bis zu diesem Tag haben sich die lebendigen Kräfte in der Natur veräußert. Überall sieht man es grünen und blühen. Die Menschen sehnen sich danach, ihre freie Zeit draußen zu verbringen, um die Wärme und das Licht der Sonne zu erleben.

Ein Johannifeuer zu entzünden, verleiht alten Zaubervorstellungen ihre Macht und Wirksamkeit. Es öffnen sich in den Märchen die Berge, Elfen und Zwerge erscheinen, verraten die Plätze verborgener Schätze, Verwunschene können Erlösung finden, in den Seen läuten die Glocken versunkender Kirchen, bei Spaziergängen im Wald kann man die Wünschelrute finden und vieles mehr.

(Quelle: Vorhang Auf Heft 114, Jahreszeitenbuch)

Um den Brauchtum mit den Kindern zu erleben, brachen die beiden ersten Klassen zu einer Wanderung ins Leitzachtal auf, um da ihr eigenes Johannifeuer zu zünden.

Auf dem Weg dorthin sammelten die Kinder Kräuter, banden sie zu Sträußchen zusammen und warfen sie verbunden mit einem Wunsch in die lodernden Flammen. Wer ganz fest an die Wünsche glaubt, dem werden sie erfüllt.

Kleine Rituale brachten den Kinder das Wesen von Johanni näher. So wurde um das Feuer getanzt, gesungen und über das imaginäre Feuer gesprungen. Dieses wurde symbolisiert durch ein langes rotes Seil, dass flammenartig geschwungen wurde. Mit dem Sprung über das Seile zeigten die Kinder Mut und Freude.

Gemeinsam erlebten wir die Wärme des Feuers, das Licht der Sonne und die Kühle des Wasser in der Leitzach.

Am Abend kamen die Eltern dazu und wir feierten gemeinsam das Johanni-Fest.

Claudia Matheis & Gabriela Kirchhoff

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