Der Weg ist das Ziel …

Mit großer Konzentration und viel Motivation stellten sich die Schülerinnen und Schüler der 12. Klasse einer besonderen Herausforderung: dem Bogenschießen. Ziel war es nicht nur, den Pfeil möglichst präzise ins Zentrum der Zielscheibe zu lenken, sondern vor allem, die eigene Aufmerksamkeit ganz auf den Moment zu richten.

Beim Bogenschießen zeigt sich schnell, dass ein guter Treffer weit mehr erfordert als Kraft oder Technik. Entscheidend sind innere Ruhe, Körperbeherrschung, Konzentration und Vertrauen in die eigene Wahrnehmung. Wer ständig auf das Ergebnis blickt, verliert oft die notwendige Gelassenheit. Erst wenn der Blick nach innen gerichtet wird, wenn Atmung, Haltung und Bewegung zu einer Einheit werden, kann der Pfeil sein Ziel finden.

Die Ursprünge des Bogenschießens reichen mehrere tausend Jahre zurück. Ursprünglich diente der Bogen als Jagd- und später als Kriegswaffe. Heute wird das Bogenschießen vor allem als Sport und als Übung zur Schulung von Achtsamkeit und Konzentration geschätzt. In vielen Kulturen gilt der Weg des Bogens als eine Schule der Persönlichkeit, bei der nicht der Erfolg, sondern der bewusste Umgang mit dem eigenen Handeln im Mittelpunkt steht.

Für die Schülerinnen und Schüler war diese Erfahrung deshalb weit mehr als eine sportliche Aktivität. Sie lernten, sich zu fokussieren, Geduld zu entwickeln, mit Erfolgen und Misserfolgen umzugehen und sich immer wieder neu auszurichten. Fähigkeiten, die nicht nur auf dem Schießplatz, sondern auch auf dem weiteren Lebensweg von großer Bedeutung sind.

So wurde deutlich: Beim Bogenschießen ist der Treffer zwar erfreulich – doch der eigentliche Gewinn liegt auf dem Weg dorthin. Ganz nach dem Motto: „Der Weg ist das Ziel.“

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