Erster Segeltörn der 8. Klasse
Anfang Mai machte sich unsere 8. Klasse mit vier Kleinbussen und einem Skipperund Betreuerteam, welches, neben dem Klassenlehrer, ausschließlich aus Oberstufenschülern und ehemaligen Schülern unserer Schule bestand, das erste Mal auf den Weg zu den Schiffen nach Elba.
Viele Jugendliche, die bereits seit der ersten Klasse auf der Schule sind, haben schon lange und erwartungsvoll auf diese Fahrt geblickt, da sie durch die vorangegangenen drei Chiemseewochen das Segeln an sich schon kennengelernt hatten. Nun waren jedoch die großen Schul-Segelschiffe das Ziel!
Nachdem sich alle auf den segelnden Klassenzimmern eingerichtet hatten und der erste Einkauf erledigt war, begann das Leben auf den Imagon Schiffen. Die Schüler hatten vorab die Aufgabe bekommen, ein Gericht zubereiten zu lernen, welches sie auf den Schiffen für ihre Crew kochen sollen und dazu gehörte ebenfalls abzuspülen und das Bad zu putzen.
In der Regel schafft man es gut auf so einem ersten Segeltörn, der eine Woche bis 10 Tage lang dauert, einmal Elba zu umrunden, doch kam es ganz anders… die Schüler, wie auch die Skipper, waren durch die verschiedenen Gegebenheiten gezwungen, sich auf die immer wieder neu entstandenen Herausforderungen einzulassen und sie zu meistern. Das extrem wechselhafte Wetter sorgte für
ausreichende Abwechslung, die sich letztlich in der Gestaltung der Tage widerspiegelte: Nach dem ersten Segeltag wurde im Osten der Insel geankert, in die Bucht von Porto Azzurro und alle konnten die Landschaft, das Meer und die wunderschöne Altstadt
kennen lernen. Am nächsten Segeltag wurde aufgrund der unsicheren Wetterlage entschieden, wieder in den sicheren Heimathafen in Portoferraio zu segeln. Von dem als Ausgangspunkt in den folgenden Tagen und bis zum Ende des Segeltörns immer wieder Tagesausflüge zu Wasser und zu Land unternommen wurden. Über die Tage verteilt fanden mehrere Nautik-Kurse statt, welche von den Oberstufenschülern geleitet wurden, in denen die Schüler Grundlagen des Navigierens, Funkens und etwas über Wetter und Seemannschaft lernten, was in ihren Elba-Heften schriftlich und künstlerisch festgehalten wurde. Diese Art des Lernens in verschiedenen Kursen war besonders für die Oberstufenschüler, die sie leiteten, eine schöne und besondere Erfahrung, da es sie mit den Achtklässler in eine neue und wertvolle Beziehung brachte. Doch auch die Achtklässler haben viel Neues gelernt und
mussten über bisher unbekannte Hürden springen, vom Zubereiten des Mittagessens bei Schräglage unter Deck über Manöver anleiten und fahren, bis hin zu anspruchsvollen Anlegemanövern mit matschigen Mooringleinen.
Bevor es wieder nach Hause ging, gab es natürlich ein Abschlussessen. Aber auch das lief ganz in der Art des Segeltörns nicht so gewohnt ab: Es gab gemischte 1m lange Pizzen auf Holzbrettern in der Mitte der Tische, die immer wieder nachbestellt wurden, sodass sich alle nach Herzenslust bedienen konnten. Alle zusammen (30 Personen) aßen 10 m Pizza, was ungefähr 3 Quadratmeter entsprach. Gut gesättigt ging es wieder zurück in die Werft und am nächsten Morgen zurück nach Hause.
Der Segeltörn verlief ganz anders als erwartet, teilweise mit viel Abwechslung und Spannung und zeigte den jungen sowie den alten Schülern, wie ein Segeltörn trotz relativ wenig zurückgelegter Seemeilen beeindruckend und schön sein kann.
Lorenz Täuber (ehemaliger Schüler/ Co- Skipper)






