Die Welt als Klassenzimmer – unsere 10. Klasse am Chiemsee

Wer die Erde verstehen möchte, muss ihr begegnen. So führte uns unsere Geographie-Epoche „Die bewegte Erde“ hinaus an den Chiemsee.

Am Ufer nahmen wir uns Zeit, aufmerksam hinzuschauen: auf das Wasser, auf Wind und Wetter und auf die Landschaft, die uns umgab. Was wir im Unterricht besprochen hatten, durfte hier lebendige Anschauung werden. Wasser, Luft und Land zeigten sich in ihrem Zusammenspiel – und wir mittendrin, als wahrnehmende und fragende Menschen.

An zwei Standorten erkundeten die Schülerinnen und Schüler mit Beobachtungsbögen das Seeufer. Sie beobachteten Wind und Wetter und suchten nach Spuren von Abtragung und Ablagerung: Wo wird Material fortgetragen, wo sammelt es sich wieder an? Dabei übten sie, ihre Wahrnehmungen genau zu beschreiben und daraus Zusammenhänge zu erschließen. Die Landschaft wurde zum offenen Buch, in dem wir gemeinsam lesen lernten.

Dabei ging es auch darum, den eigenen Beobachtungen zu vertrauen, Fragen nachzugehen und miteinander ins Gespräch zu kommen. Denn manches erschließt sich erst, wenn wir innehalten und der Welt unsere Aufmerksamkeit schenken.

Auch als Klassengemeinschaft waren wir unterwegs. Außerhalb der vertrauten Schulräume entstanden Gelegenheiten, einander anders zu erleben und gemeinsam Neues zu entdecken.

So kehrten wir mit Eindrücken und Fragen zurück, die uns im Unterricht weiter begleiten dürfen. Die bewegte Erde hatte auch uns ein wenig bewegt.

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