Turandot

Aufführung 2011

Klassenspiel der 8. Klasse

Die Schülerinnen und Schüler der 8.Klasse begannen schon im Oktober 2010 das Theaterstück von Friedrich Schiller zu lesen und sich den Inhalt zu erarbeiten. Eine besondere Herausforderung, da sowohl die anspruchsvolle Sprache Schillers als auch die Hintergründe des Stückes, die Motive, die Beweggründe der einzelnen Charaktere und deren schicksalsmäßige Verbindungen bewusst werden mussten.

Die schöne, aber grausame Prinzessin Turandot, die frei sein und nicht als Frau in der Ehe zu einem beliebig verfügbaren Besitz des Mannes werden möchte, will nur demjenigen ihre Hand zur Ehe geben, der sie an Geistesschärfe überragt. So gibt sie jedem ihrer Freier drei Rätsel auf, und wer sie nicht lösen kann, muss sterben. Obwohl sie beim Anblick des Prinzen Kalaf tief in ihrem Herzen berührt ist, stellt sie auch ihm die Rätsel. Kalaf löst sie. Doch gerührt von Turandots Schmerz, verspricht er ihr, auf sein Anrecht zu verzichten, wenn sie seinen bisher geheim gehaltenen Namen und seine Herkunft errät. Turandot ist hin- und hergerissen zwischen ihrem Stolz, ihrem Wunsch frei zu leben und ihrer Liebe zu Kalaf. Ihr Stolz siegt und sie wendet alle Mittel der List an, um Kalafs Namen herauszufinden. Dies gelingt ihr dann auch. Als Turandot den Namen und die Herkunft Kalafs vor dem großen Divan verkündet, will sich Kalaf das Leben nehmen. Ihrer Verpflichtung ledig und zutiefst berührt von der Liebe Kalafs, gesteht Turandot nun ihre Liebe zu ihm. Das Märchen von der schönen chinesischen Prinzessin und ihren unglückseligen Freiern geht zurück auf eine Sammlung von mündlich überlieferten, persischen Sagen und Geschichten aus der Zeit zwischen 600 und 500 vor Christus, „Die tausendundein Tage“. Schriftsteller, Dramatiker und auch Komponisten bearbeiteten die Geschichte vom Prinzen Kalaf und der Prinzessin Turandot. So auch der venezianische Adelige, Carlo Gozzi (1720- 1806), der zehn Märchenspiele schrieb, darunter sein Meisterwerk „Turandot“. Friedrich Schiller erweiterte eine deutsche Übersetzung dieses Märchenspieles.

 Er lässt das grausame Spiel um Liebe und Tod mit einem Sieg des in Demut verwandelten Stolzes, der beseelten und verzeihenden Liebe enden. Diese  Fassung ließ Goethe Anfang 1802 am Weimarer Theater uraufführen. Die wohl bekannteste Bearbeitung des Märchens ist die Oper „Turandot“ von Puccini.